Zwischen Indien und Island






Wir reisten von den Füßen des Himalaya...
So langsam hatte ich mich gerade wieder an das durchorganisierte, äußerlich strahlend-saubere, meist überängstliche Deutschland gewöhnt, schon find ich mich auf einer Insel zwischen Europa und Amerika wieder, auf der so einiges ganz anders läuft als wir es kennen... Und nun find ich auch zum ersten mal wieder die geistige Verfassung, um eine neue Rundmeil zu senden. Was gescha seit der letzten? Das Leben als Mönch hält täglich Abenteuer und Überraschungen parat (und lässt kaum Zeit an meiner Doktorarbeit zu schreiben...) ganz gleich auf welchem Fleck der Erde.
...bis zum Strand in südlichen Chennai
Nachdem ich Bangladesh und den indischen Subkontinent von Nord nach Süd bereisen und dabei wunderschöne Orte und Menschen erleben durfte, freute ich mich dennoch, wie jedes mal nach meinen Indienreisen in den letzten Jahren, bald wieder in vertraute Umgebung zu kommen und zählte die Tage zum Rückflug. Doch schon beim Schreiten durch die kalte Metallröhre zum Flugzeug wusste ich, dass es mich wohl früher oder später doch wieder in dieses schillernde und geheimnisvolle Land verschlagen wird um die unbeschwerte Herzenswärme und Spiritualität der Menschen und die kraftvollen Heiligen Orte aufsaugen zu können.
"Radhadesh"
(Um euch ein wenig daran Teilhaben zu lassen habe ich rund 400 von den fast 2000 Pics die in Indien entstanden sind auf Facebook hochgeladen, wenn jemand von euch mehr darüber wissen möchte, kann man mich gern zu einem gemütlichen „Dia“-Abend einladen, ich habe da so einige Geschichten zu erzählen ;-)
In Europa wartete auf mich gleich die nächste Tour, die mehr oder weniger die letzten zwei 2 Monate anhielt. Wir fuhren nach Belgien zu einem Festival in dem wunderschönen Mittelalterschloss „Radhadesh“, welches vor 30 Jahren in einem indischen Tempel verwandelt wurde und scharenweise Touristen anzieht.
Queensday in Amsterdam
Anschließend feierten wir in Amsterdam mit zehntausenden, in schrilles Orange gekleiden, (und unter ebenso schrillen Drogen berauschten) Menschen den „KöniginenTag“: rund 100 HareKrishnas tanzten beseelt mit dem Heiligen Namen Gottes durch die Stadt und brachten den Geschmack von echter Party und Ekstase mit sich...
...auf unseren Touren durch Deutschland
Anschließend zogen wir von Luxemburg aus durch unzählige Städte Deutschlands um wahre Freude mit dem Hare-Krishna-Mantra in die Fußgängerzonen und Straßen zu zaubern und die Menschen zum lächeln und tanzen zu bringen. Wir sind auf Festivals, Stadtfesten, Yogamessen oder Kunstveranstaltungen anzutreffen. Wir werden zu Vorträgen und Diskussionen, für Livemusik und Meditationsworkshops oder einfach von Freunden zum Essen eingeladen. Überall trifft man Menschen mit unglaublichen Fähigkeiten und Überzeugungen. So viele sind ernsthaft auf der Suche nach Gott und die Geschichten derer die Ihn gefunden haben sind immer wieder faszinierend. Von denen die über die tiefe Gottesliebe, vermittelt in den vedischen Schriften, gehört haben, bleibt keiner unberührt...
Zu diesem Zwecke reisten wir nun (für mich das zweite Mal) auf die Insel aus Feuer und Eis, denn auch wenn die Hauptstadt Reykjavik nicht viel mehr Einwohner hat als Zwickau (insgsamt leben 300 000 Menschen auf der Insel), so sind diese letztlich ebenso wie alle anderen Wesen in diesem Universum, wundervolle Teilchen von Krishna, die auf der Suche nach ihrem ewigen Ursprung sind und ständig Leid und Tod erfahren müssen, obwohl sie doch eigentlich ewig sind. Zudem sind die Isländer äußerst offen gegenüber anderen Kulturen und vor allem Interessiert an indischer Philosophie. Überall auf der Insel gibt es Yogaschulen und Meditaionscenter, esoterische Buchshops und indische Musikhandlungen ziehen nicht nur die vielen Touristen an. Und obwohl seit Jahrhunderten der Fischfang – und damit das Fischessen – essentielle Grundlage der Isländer war, findet mehr immer mehr Vegitarier.
Als wir gestern gegen 2 Uhr morgens in Island aus dem Flugzeug stiegen war es taghell! Doch dies blieb nicht die einzige Überrasschung...

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