Tulasi devi lebte glücklich mit ihrem
Mann in dessen Königreich. Nach und nach eroberte der dämonische
König Sankhacuda das ganze Universum und vertrieb selbst die
Halbgötter aus ihren Gemächern auf den höheren Planeten. Diese
konnten nichts gegen ihn ausrichten und wandten sich in ihrer Not an
Brahma. Gemeinsam mit Shiva erreichten sie sie Vaikunta Planeten, auf
denen es weder Geburt noch Tod gibt und baten Narayana um Hilfe.
Dieser erklärte ihnen, dass der Dämon Sankhacuda, der sie aus ihren
Palästen vertrieben hatte, sein Devotee sei, der verflucht wurden
war. Erst wenn das Juwel, das er um den Hals trug ihm genommen und
seine Frau ihre Keuschheit verloren hätte, könnte man ihn töten.
| Girlande aus Tulasi Blättern |
Darauf hin verkleidete sich Shiva als
Brahmana und erbat das Juwel, Krishna indessen nahm die Gestalt von
Sankhacuda an und ging zu Tulasi devi. Diese freute sich über alle
Maßen, da ihr Mann schon vor langer Zeit in den Krieg gegen die
Halbgötter gezogen war und empfing ihn voller Liebe. Als sie Nachts
beisammen lagen, ahnte sie, dass es nicht ihr Gemahl war, der neben
ihr lag. Sie begriff, dass Krishna sie überlistet hatte. Aus Wut
ihren Mann unwissentlich betrogen zu haben, verfluchte sie den
Herren: „Oh Herr du hast kein Mitleid. Dein Herz ist wie ein Stein.
Dafür sollst du ein Stein werden.“ (Salagrama Sila)
| Krishna als Salagrama Sila |
Krishna beruhigte sie und sagte, dass
sie doch harte Bußen auf sich nahm, um ihn als Ehemann zu bekommen.
„Dein Mann Sankhacuda übte Entsagung, um dich als seine Frau zu
bekommen. Deshalb tat ich das alles. Nun lasse diesen materiellen
Körper hinter dir und heirate mich. Du wirst der heiligste Fluss
werden, deine Haare werden heilige Bäume und Büsche, die man Tulasi
nennt. Keine meiner Verehrungen wird ohne diese Blätter vollkommen
sein.“
„Obwohl Blüten tragende Pflanzen, wie die Mandara, Kunda, Kurabaka, Utpala, Campaka, Arna, Punnaga, Hagakesara, Bakula, Lilie und Parijata, transzendental duften, sind sie sich dennoch der Tapasya [Entsagungen] bewusst, die Tulasi auf sich genommen hat; denn Tulasi wird vom Herrn, der Sich mit ihren Blättern bekränzt, besonders bevorzugt.“
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