Zwischen PurityTee und KrishnaRock ging etwas verloren


Dienstag morgens beschwingt die Füße auf das kalte Pflaster setzen. Es muss nicht zur Bahn gerannt werden heute, ein guter Start in den Tag. Im Ohr singt Kula Shaker (Großbritannien): I hear the sound of drums/ Well I sing in thenames above in the city yeah/Revolution for fun. In meiner Hand baumelt beschwingt die Tasse meines neuen Lieblingstees der Geschmacksrichtung Purity. Der Hersteller High Living hat mit seinem Fairtrade-Bio-GutesGewissen-LeckerTee meinen Geschmack in einer wirklich schönen Verpackung getroffen.
Selbst die Straßenbahn bietet mir heute einen freien Platz. Ich setzte mich, krame in meiner Tasche und nutze die Zeit bis zur Haltestelle, um noch ein wenig entspannt im Bhagavatam zu schmökern.

Doch plötzlich, aus schier heiterem Himmel rinnt es mir kalt den Rücken herunter: irgendetwas war doch noch, etwas wichtig, was nur? Ich setze mich auf,besehe mich meiner Seminarunterlagen: alles vorbereitet, sogar recht ausführlich. Etwas Feines zum essen, das Getränk, im Grund habe ich alles dabei.
Ich atme aus, blicke durch die zerkratzte Fensterscheibe auf die vorbeieilende Straße. Das ungute Gefühl will mich einfach nicht verlassen. Der Schlüssel!
Ich durchforste meiner Hosentaschen und fördere ihn zu Tage, das war es auch nicht.
Als ich mir meinen Schlüssel so beschaue, entdecke ich die Ursache meines unguten Gefühles trotz des wunderbaren Morgens: Krishna.

Der kleine Schlüsselanhänger mit dem blauen Kuhhirtenknaben, der höchsten Persönlichkeit Gottes, erinnerte mich an den, den ich vergessen hatte. Trotz des Lesens im Bhagavatam und aller anderen unterstützenden Prozesse, hatte ich das Wichtigste vergessen: An Krishna zu denken und ihn nicht zu vergessen.

In der Bhagavad Gita erklärt Krishna seinem Freund und Schüler Arjuna diesen Mittelpunkt aller spirituellen Praxis und im Srimad Bhagavatam beschreibt Krishna Brahma, wie man Krishna direkt und indirekt sehen kann: man muss ihn suchen.
Selbstverständlich ist die Suche nur die „halbe Wahrheit“, denn wer sucht muss auch nicht gleich finden, jedoch ist dieses stetige und vertrauensvolle Fahnden nach der letztendlichen Ursache hinter allem ein Beweis unserer Ernsthaftigkeit. Krishna wird, so verspricht er in der Bhagavad Gita, sich unserer ernsthaften Hingabe gemäß offenbaren.

In diesem Sinne sollte sollten wir danach streben, die Ursache hinter den Erscheinungen mit der Hilfe offenbarten Wissens zu suchen und spirituelle Prozesse nicht zum leeren Ritual verkommen zu lassen.

I feel the time has come in a melody/ I see the golden one (Kula Shaker: Sound of Drums)

Denn vom Teetrinken hat noch keiner Liebe zu Gott bekommen ...

1 Kommentar:

  1. Eine sehr schöne Realisation. Obwohl wir den ganzen Tag versuchen an Krishna zu denken, vergessen wir (oder zumindest ich) ihn leider doch immer wieder. Vielen Dank für eure schönen Beiträge!

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