Jaggannath zieht sich warm an! ?


Auch wenn es die aktuellen Temperaturen nicht vermuten lassen, die Blätter auf dem Gehsteig, sowie die eröffnenden Weihnachtsmärkte sprechen es klar aus: es ist Winter. Diese ,sich vor allem durch niedrigste Temperaturen und Lichtmangel, auszeichnende Jahreszeit herscht auch in Indien. Genau aus diesem Grund wird am heutigen Tag ein schönes Festival begangen: Odana sasthi!

An diesem Tag wird Jaggannath, Krishna, der Herr des Universums, seine Winterkleidung angelegt.

Odana sasthi in Mayapur


Winterkleidung? Wie, warum braucht Gott, der Beherrscher des Klimas, der Reichste, Mächtigste und der Entsagteste Winterkleidung?

Zuerst: Krishna beschreibt in der Bhagavad Gita, dass er sich seinem Geweihten auf die Art zeigt, wie dieser sich ihm ergibt. Aufgrund dessen kann die Beziehung, die man mit Krishna haben kann, unterschiedlicher Art sein. Wenn ein Geweihter also eine sehr persönliche Beziehung wünscht und dies durch seine Ernsthaftigkeit belegt, wird Krishna mit ihm in eine bestimmte Beziehung eintreten, wie zum Beispiel in eine elterliche.

Auf diese Weise wird Krishna für seinen Geweihten nicht nur der Eigentümer aller Schätze, sondern auch der liebste Freund. Was macht Krishna glücklicher, als die aktive Liebe seiner Geweihten?

Da also die Geweihten Jaggannath in einer persönlichen Beziehung verehren, sind sie auch bestrebt ihm etwas Warmes zukommen zu lassen und dieses Fest wird heute gefeiert.

Buchverteilung 1975
Doch nicht nur Jaggannath zieht sich warm an: Auf der ganzen Welt sind viele Gottgeweihten auf den Straßen unterwegs und geben besonders in diesem Monat spirituelles Wissen weiter. Denn, so erklärt Krishna in der Bhagavad Gita, ist ihm keiner lieber als der, welcher spirituelles Wissen freitmütig verteilt.

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