Eine zu kurze Decke in einer kalten Nacht

Ohne Frage ist das höchste Ziel aller Menschen und Wesen seit allen Zeiten und an allen Orten glücklich zu werden. Allerdings bleibt es für die meisten ein Rätsel, wie das wirklich gehen soll. Abgesehen von einem kurzen Moment der Ruhe kann schon deshalb niemand hier ewige Zufriedenheit finden, weil diese Welt nicht ewig ist. Weil die materielle Welt stänigem Wandel unteliegt, verschwindet selbst der perfektestete Zustand irgendwann, ganz gleich wie lang und hart wir daran gearbeitet haben diese herzustellen. Krishna erklärt in der Bhagavat-Gita 8.15., dass die materielle Schöpfung zwar einerseits Freude hervorbringt, ebenso jedoch Leid. Wenn die Seele in ihrer körperlichen Hülle weilt, sind Leid und Vergänglichkeit vorprogrammiert, denn die materielle Welt ist nicht in der Lage die tiefen Bedürfnisse der ewigen, spirituellen Seele zu erfüllen. 
Eine zu kurze Decke reicht nicht, wenn es kalt ist.
So wie eine zu kurze Decke in einer kühlen Nacht: man möchte einfach in Frieden schlummern, doch stets bleibt ein Teil des Körpers unbedeckt, friert und treibt uns dazu, ständig die Decke an eine andere Stelle zu ziehen, nur um an anderer Stelle zu frieren. Auf gleiche Weise, versuchen die Menschen seit Jahtausenden in dieser Welt Glück zu finden, erfahren letzlich aber doch immer wieder Leid. Und trotzdem streben wir voller Enthusiasmus weiter, denn
Maya hüllt uns in Illusion und lässt uns hoffen, dass bei mir eine Ausnahme vorliegt. Die Bhagavat-Gita gibt allerdings eine Lösung, für jene, die bereit sind sich ihrer leidvollen Situation bewusst zu werden. Wir müssen aus unserem Halbschlaf erwachen und uns aufmachen in einen anderen Raum, der warm genug ist, um sogar ohne Decke zu schlafen. Wir müssen unser kaltes, dunkles Universum verlassen, in dem nur eine kleine Lampe, die Sonne, ab und zu etwas Licht und Wärme gewährt und statt dessen in die ursprüngliche, spirituelle ziehen, wo alles aus sich selbst leuchtet, voller warmer Liebe. Wenn wir innerlich in dieser Welt leben, strömen wir innerlich vor Glück über und die materiellen Unannehmlichkeiten werden uns nicht mehr stören, unser Glück ist unabhängig von der vergänglichen Welt.
Der Hare Krishna - Mahamantra wird in den Veden als direkte Verbindung in diese spirituelle Welt offenbart und es liegt an uns, dies in unserer eigenen Suche nach Glück auszuprobieren. Nächste Woche wollen wir die Testergebnisse dann auswerten, zum Freitagsfest mit Bhajans und einem leckeren Festmahl ;-)
Euer Markandeya dasa

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