| Jeder hier glaubt er sei selbst der Mittelpunkt der Welt |
Schmerzlich ist die Erkenntnis, wenn einem Bewusst wird, dass all die vielen Entschuldigungen die man bislang vorbringen konnte, um zu rechtfertigen, weshalb man nicht mit voller Entschlossenheit und Enthusiasmus den Pfad des spirituellen Weges geht, verschwinden. Wenn der harte Job, die schlimme Krankheit, die zehrende Beziehung, oder die finazielle Not plötzlich nicht mehr da sind, und man auf einmal genügend Zeit, Geld, Kraft für das spirituelle Leben hätte und es dennoch nicht tut, ist es als würde einem die Maske entrissen, hinter der man die Wahrheit so lange vergbergen konnte. Die Wahrheit ist, dass es
niemals einen äußeren Grund gibt, der uns davon abhält an Krishna zu denken, sondern, dass es stehts unser eigener Geist, unser eigenes verunreinigtes Herz ist, welches uns blockiert. Wenn all die äußeren Hindernisse weg sind, suchen wir verzweifelt nach neuen Ausreden und Gründen, nur damit wir uns die Wahrheit nicht eingestehen müssen: "Ich will gar nicht Gott in den Mittelpunkt meines Lebens stellen, ich will weiterhin selbst der Mittelpunkt sein." So lange sind wir davon überzeugt, dass meine eigenen Gedanken, meine Wünsche und Sorgen das wichtigste im Universum sind.Erst wenn wir diese Wahrheit, unsere materielle Krankeheit des Egozentrimus, anerkennen, realisieren wir die Wichtigkeit des spirituellen Lebens. Denn allein können wir unsere Probleme, vor allem das Hauptproblem der Geburt und des Todes im materiellen Körper niemals lösen. Dies kann nur Krishna. Und zudem wird unsere ewige Neigung zu Dienen erst zufriedengestellt, wenn wir nicht mehr uns selbst dienen, sondern der Wurzel, dem Ursprung aller Dinge: Krishna. Mit diesem Verständnis und der daraus folgenden, inneren Überzeugung, kann uns kein äußeres Hindernis auf dem Weg zum Krishna-Bewusstsein mehr aufhalten.
Markandeya dasa
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