Eine Analyse der aktuellen wirtschaftlichen, politischen, sozialen und spirituellen Lage der Menschheit nach A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada
In den altindischen Schriften, den Veden, wird die Frage erhoben: Was bringt die sogenannte Verbesserung der wirtschaftlichen Lage wirklich? Die Weltgeschichte hat eindeutig bewiesen, dass die Bemühungen, sich wirtschaftlich in zunehmendem Maße besser zu stellen, um durch den Fortschritt der materiellen Zivilisation mehr körperliche Annehmlichkeiten zu erlangen, nichts an der Unvermeidbarkeit von Geburt, Alter, Krankheit und Tod geändert haben. Jedermann weiß von den riesigen Kaiserreichen, die im Laufe der Geschichte entstanden sind – das römische Reich, Napoleons Kaiserreich, das britische Weltreich usw. - doch die Pläne all dieser Völker, die sich um solchen wirtschaftlichen Aufschwung bemühten, wurden von den Naturgesetzen durch regelmäßige Kriege, Seuchen, Hungersnöte usw. durchkreuzt. Daher heißt es in den Sanskrit-Schriften des alten Indiens, den Veden: „Der Reichtum den man besitzt, die schöne Ehefrau und die Freundinnen, die Söhne und Töchter, das Wohnhaus, die Haustiere, die Schatzkammer, der wirtschaftliche Fortschritt und die Befriedigung der Sinne – ja das ganze Leben in dessen Verlauf man sich all dieser materiellen Genüsse erfreuen kann – sind zweifellos vergänglich und flackerhaft. Die Gelegenheit des menschlichen Lebens ist zeitweilig. Welchen Nutzen können also diese materiellen Reichtümer einem vernünftigen Menschen bringen, der verstanden hat, dass er nicht der vergängliche Körper, sondern das ewige Bewusstsein in ihm ist?“ All die Errungenschaften des wirtschaftlichen Aufschwunges erkämpft man sich zwar hart, doch sehr bald werden sie einem wider genommen. Deshalb werden sie als calah – flackerhaft und zeitweilig - bezeichnet. In der Bhagavat Gita heißt es, dass die ganze Welt voller Leid und zeitweilig ist. Wirtschaftlicher Aufschwung kann einen vielleicht eine Zeit lang davon ablenken, doch für immer ist er nicht möglich. Kurz gesagt, warum sollte man seine Zeit mit einer sogenannten Verbesserung der wirtschaftlichen Lage vergeuden, die weder von Dauer ist, noch die Seele glücklich macht?
Unsere Beziehung zu Krishna, der höchsten Persönlichkeit Gottes, so erfahren wir aus den Veden, ist hingegen ewig. Die reinen Seelen sind ewiglich in Krishna verliebt, und es ist gar nicht schwierig, diese ursprüngliche Liebe, die man entweder als Diener, Freund, Elternteil oder Geliebte Krishnas empfindet, wiederzubeleben. Besonders für das gegenwärtige Zeitalter wurde die Vergünstigung gewährt, dass man lediglich die transzendentale Klangschwingung des Hare Krishna Mahamantra zu chanten braucht, um seine ursprüngliche Beziehung zu Gott wiederherzustellen und auf diese Weise so glücklich zu werden, dass man nichts Materielles mehr begehrt.
Zufriedenheit durch die Befriedigung der Sinne ist auch und noch viel besser im Körper eines Hundes oder Schweines erhältlich, die ihre ewige Beziehung zu Krishna nicht wieder herstellen können. Das menschliche Leben indessen bietet die seltene Möglichkeit, die ewige, schlummernde Beziehung zum Ursprung aller Dinge wieder aufleben zu lassen und sich aus dem Kreislauf von Geburt und Tod zu befreien. Wir sollten daher unsere kurze Zeit nicht mit der Bemühung um wirtschaftliche Besserstellung vergeuden, die uns nicht glücklich machen kann, sondern, sollten einfach versuchen, unsere ewige Beziehung zu Krishna, der höchsten Persönlichkeit Gottes, wieder herzustellen, denn dann werden wir unser Leben richtig ausnutzen und glücklich werden.
Dies ist ein Auszug aus einer Erläuterung aus dem 7.Canto des Srimad Bhagavatam von A.C. Bhaktivendanta Swami Prabhupada
Dies ist ein Auszug aus einer Erläuterung aus dem 7.Canto des Srimad Bhagavatam von A.C. Bhaktivendanta Swami Prabhupada
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