Ostern-Spezial: Predigen kann tödlich sein

Ostern verliert allmählich seinen Sinn
Umfragen zeigen, dass große Uneinigkeit darüber herrscht, was an den Osterfeiertagen eigentlich ursprünglich gefeiert wird – Frühlingsanfang? Das jüdische Pessachfest? Ein germanischer Ritus? Der Osterhase und seine Hühner mit den bunten Eiern? Oder vielleicht die Kreuzigung Jesu? Oder doch seine Auferstehung?...

Nach unzähligen Konzilen und vielen Jahrhunderten des Streites über das richtige Datum lautet nun die offizielle Version, dass Jesus Christus am Karfreitag auf brutalste Weise zunächst gefoltert und schließlich gekreuzigt wurde. Am Ostersonntag ist er wieder auferstanden und am Ostermontag... kann man sich dann einfach nochmal ausruhen :-)
Weiterhin zeigen die Umfragen, dass nicht mal die Hälfte der in Deutschland geborenen Menschen diese ursprüngliche Bedeutung des Osterfestes feiern. Dabei ist die Geschichte Jesus unglaublich bewegend und aufrüttelnd:
In einer Zeit des Egoismus, der Unwissenheit, der Gottlosigkeit und der Brutalität entschied sich Jesus Christus allen persönlichen Komfort, jede Annehmlichkeit und jede Sicherheit aufzugeben und die ewige spirituelle Botschaft an die leidenden Seelen des KaliYuga zu verbreiten: dass wir nicht unser Körper, sondern ewige Seelen sind, dass wir ewige Teile, Diener Gottes sind, dass wir keine anderen Wesen töten sollten, und schließlich, dass wir den Herrn mehr lieben sollten als uns selbst und dafür den heiligen Namen des Herrn ehren sollten! Er verbreitete die Grundlagen des BhaktiYoga. Dabei riskierte er nicht nur seinen Ruf und sein Ansehen, nicht nur seine Gesundheit aufgrund seiner entsagten Lebensweise, sondern er riskierte bewusst sein Leben!
Jesus war zu allem bereit
Er wusste, dass er auf schreckliche, dämonische Gegenkräfte treffen muss, wenn er die Wahrheit so unverdeckt und kühn in die Welt trägt. Wer hört schon gern, dass er in Illusion ist, und nun schon so lange nach falschen Zielen strebt und so viele Fehler begangen hat, dass er nicht der Beherrscher dieser Welt ist, dass er vielmehr beherrscht wird, und dass seine ganze Illusion bald aufgelöst wird, nämlich im Moment des Todes. Jeder Prediger kennt die emotionalen Widerstände, die in Menschen aufkommen, wenn sie mit diesen Wahrheiten konfrontiert werden. Und wie zornig und brutal die Menschen auf spirituelles Wissen reagieren können zeigt eben der grausame Tod Jesu Christi. Srila Prabhupada erwähnt diesen Vorfall in mehreren Erläuterungen im Srimad Bhagavatam, als Beispiel des furchtlosen, entschlossenen Predigens, in völliger Abhängigkeit von Krishna, und als Beispiel für die Widerstände mit denen wir rechnen müssen, wenn wir uns entschließen, an Sri Chaitanyas Sankirtan Mission, der weltweiten Verbreitung des heiligen Namen Gottes, teilzunehmen. Und würde ich dann noch beten "Herr vergieb ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!"..?
Markandeya dasa

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