Die Flut der Vernichtung

Ich weiß nicht was unglaublicher ist: die die zehn Meter hohe Flutwelle, die mit unglaublicher Geschwindigkeit Häuser, Trucks und alles mit sich reist oder in Flammen aufgehen lässt, was ihr in den Weg kommt; oder das ein Kamerateam startklar für die "perfekte Welle" über dem Drama fliegt und drauf hält, wenn Menschen um ihr Leben fliehen oder das ich vor dem PC sitze und mir dieses Video nun bei Youtube anschaue! Auf jeden Fall sind die Bilder vom Tsunami in Japan bewegend, da man zum einen an die Allmacht Gottes errinert wird, der mit einem kleinen sSchnippen die drittstärkste Wirtschaftsmacht der Erde lahmlegt und vor allem weil man an die sündhaften Reaktionen errinnert wird, die wir mit unserer Lebensweise tagtäglich verursachen und die mit Sicherheit wieder auf uns "zurückschwappen".
Die Gewalten des Meeres sind seit Menschengedenken
in allen Kulturen bekannt, z.B. wie die Geschichte des Noah und seiner Arche als Rettung über die Sintflut zeigt.
In den Veden erfahren wir, dass regelmäßig große Überschwemmungen im Universum auftreten, bei denen ganze Planeten überspült und vernichtet werden, dass schließlich das gesamte Universum durch das "Wasser der Vernichtung" aufgelöst wird, um Platz zu schaffen für einen sauberen Neubeginn. Da gibt es die Geschichte von Markandeya Muni, der den Wunsch hatte Maya von außen zu sehen und aufgrund seiner Gebete in die Lage versetzt wurde, solch eine universale Überflutung von oben mit anzusehen: plötzlich strömt während seines Abendgebetes Wasser durch seine Tür , ein unglaubliches Gewitter donnert und in Windeseile durchspült es den ganzen Raum. Er rettet sich schnell hinauf in höhere Dimensionen und muss mit ansehen, wie nicht nur die ganze Stadt, das ganze Land, der ganze Kontinent, sogar er Selbst in den Wassermassen versinken; die gesamte Erde ertrinkt schließlich bei dieser Flut. Doch das Wasser steigt weiter, bis hinauf zu höhren Platen und er muss Geschwind weiter steigen. Er sieht wie alles in diesem Universum verschluckt wird und nur er bleibt, in unendlichen Wassermassen treibend. Schließlich findet sich Markandeya Muni, nach Millionen von Jahren, er hat sich bereits von all den Universen entfernt und seit vielen Zeiten kein Wesen mehr gesehen, auf auf dem Ozean der Ursachen wieder und hat schwer mit den riesigen Wellen zu kämpfen. Strudel ziehen ihn unter Wasser und dort jagen ihn schlimme Meeresmonster, er wird von allen Seiten attackiert und kann schließlich den Himmel nicht mehr vom Meer unterscheiden.
Doch plötzlich, zwischen diesen Wellen erkennt er etwas, von dem unendliche Ruhe ausgeht; es scheint ein Banyanblatt zu sein, das auf einer kleinen Insel ruhig unter einem Banyanbaum liegt. Und darauf befindet sich ein kleines Kind! Wie kann das sein, außerhalb jeder Schöpfung! Woher kommt dieses Kind? Es ist blauschwärzlich und es lutscht völlig zufrieden an seinem strahlenden Lotoszeh! Der Anblick ist für Markandeya so erfüllend und beglückend, das es sein Herz ergreift und er das Kind nicht mehr aus den Augen lassen kann. Es ist Sri Krishna in seiner transzendentalen Form al Kind, der Markandeya Munis Wunsch, die Absolute Wahrheit zu sehen erfüllen wollte und ihm auf diese Weise seinen Dharshan gewährt hat....Mit einem Mal beginnt der kleine Krishna einzuatmen und saugt Markandeya Muni ein wie einen Moskito. Dort, in dem Bauch des kleinen Krishna, sieht er nun und voller Pracht das gasamte Universum, alle Planeten und die gesamte illusionierende Energie, Maya von außen. Im nächsten Moment spuckt der kleine Krishna ihn wieder aus und Markandeya Muni findet sich wieder in seinem Häuschen vor dem Altar zum Abendgebet, wo er häufig von den heftigen Wellen der Liebe zu Krishna überflutet wird.
Auch wir kämpfen schwer mit den Wellen des materiellen Dasseins, mit den Ungeheuern dieses ozeans, doch dahinter wartet stets Krishna auf seiner transzendentalen Insel, auf unseren Wunsch Ihn zu sehen, denn erst dann wird er sich uns zeigen und uns erlösen aus dem Ozean voll Leid, Zerstörung und Tsunamiwellen.

Markandeya dasa

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen