Haribol ihr Lieben,
bitte entschuldigt die Verspätung für unsere dieswöchige Mail. Aber das Warten hat sich gelohnt, denn dafür bekommt ihr geheime Aufzeichnungen von einer transzendentalen Konversation zwischen Tushta Krishna und Lydia über ihre Realisationen auf dem Jakobsweg!! Also exklusiv und nur hier bei uns... Viel Spaß und bis Morgen;-)
euer Markandeya
Lydias schrieb:
"Der Weg hat mir auf recht banale weise Dinge
- oder besser gesagt: allgemeine Lebensweisheiten -
veranschaulicht, die eigentlich jeder kennt, die
aber nur einige auch tatsächlich umsetzen.
z.b.: (dies alles im wörtlichen und übertragenen
Sinne gemeint)
1. "man kann nur so viel nehmen, wie man tragen kann"
eine kleine geschichte: am 2. tag haben wir einen
aldi gefunden und wie die ostdeutschen sparfüxxe
eben so sind, kaufen wir ein. am näxxten tag war
das zeug natürlich noch da und wir mussten es 35
km bergauf-bergab durch die kante schleppen. da
haben wir uns geschworen, ab jetzt nur noch un-
mittelbar notwendiges zu besorgen - denn wenn man
vertrauen hat, muss man nicht hamstern ;)
es tut gut, sich von unnötigem balast zu befreien
und wirklich nur das wichtigste bei sich zu haben.
(dann ist man auch weniger verstrickt)
2. "Leid treibt uns voran"
noch eine kleine geschichte (ich hoffe, ich langweile
dich nicht): es war der 5. tag. die sonne schien und wir
liefen entspannt durch einen wald, von einer lauen brise
erfrischt. keine körperlichen schmerzen, keinen hunger
oder durst. das etappenziel war auch schon in erreichbarer
nähe. meinte meine mami zu mir: irgendwas fehlt. alles ist
gut, und ich bin doch unzufrieden. ich hab keine lust mehr,
das ist langweilig.
sobald eine phase der saturiertheit erreicht ist, fehlt die
motivation sich zu bewegen, man stagniert und wird bequem
3. „jeder muss sein eigenes Tempo finden“
es gibt zwei arten von läufern: die sprinter und die ausdauernden.
erstere rennen los, sind dann total erschöpft und müssen pause
machen, während die ausdauernden sie wieder einholen. am ende
erreichen die meisten das ziel trotzdem etwa gleichzeitig.
es ist sehr wichtig, seinen eigenen rhythmus zu finden, lernen,
auf sich selbst zu hören und seine individuellen grenzen aus-
testen. sich dabei von anderen beeinflussen zu lassen, kann
schwerwiegende folgen haben, z.b. Überforderung, und dann
kann man gar nicht weiter.
genau so ist dies für mich auch ins krishna-bewusstsein übertragbar,
denn jemanden künstlich zu etwas zu „zwingen“ ist nicht zielführend. jeder muss seinen eigenen weg finden, und dabei können die anderen nur orientierungshilfe sein. dies ist vergleichbar hiermit:
der gesamte jakobsweg ist mit gelben pfeilen markiert, manchmal groß und leuchtend, manchmal klein, versteckt und verwaschen. an kritischen stellen wird man dennoch immer geleitet. und falls man mal einen verpasst, muss man entbehrungsreiche umwege auf sich
nehmen, um wieder zurück zu finden. dann merkt man, wie wichtig diese
pfeile sind.
devotees sind wie diese pfeile. sie weisen uns den weg zum
ziel und sind dann da, wenn man sie braucht.
ich hoffe, nicht all zu viel deiner kostbaren zeit mit der darstellung meiner kindlichen entdeckungen geraubt zu haben ...
wenn du noch etwas darüber loswerden
möchtest, würde ich mich sehr freuen.
alles liebe und bis bald,
dd
lydia"
bitte entschuldigt die Verspätung für unsere dieswöchige Mail. Aber das Warten hat sich gelohnt, denn dafür bekommt ihr geheime Aufzeichnungen von einer transzendentalen Konversation zwischen Tushta Krishna und Lydia über ihre Realisationen auf dem Jakobsweg!! Also exklusiv und nur hier bei uns... Viel Spaß und bis Morgen;-)
euer Markandeya
Lydias schrieb:
"Der Weg hat mir auf recht banale weise Dinge
- oder besser gesagt: allgemeine Lebensweisheiten -
veranschaulicht, die eigentlich jeder kennt, die
aber nur einige auch tatsächlich umsetzen.
z.b.: (dies alles im wörtlichen und übertragenen
Sinne gemeint)
1. "man kann nur so viel nehmen, wie man tragen kann"
eine kleine geschichte: am 2. tag haben wir einen
aldi gefunden und wie die ostdeutschen sparfüxxe
eben so sind, kaufen wir ein. am näxxten tag war
das zeug natürlich noch da und wir mussten es 35
km bergauf-bergab durch die kante schleppen. da
haben wir uns geschworen, ab jetzt nur noch un-
mittelbar notwendiges zu besorgen - denn wenn man
vertrauen hat, muss man nicht hamstern ;)
es tut gut, sich von unnötigem balast zu befreien
und wirklich nur das wichtigste bei sich zu haben.
(dann ist man auch weniger verstrickt)
2. "Leid treibt uns voran"
noch eine kleine geschichte (ich hoffe, ich langweile
dich nicht): es war der 5. tag. die sonne schien und wir
liefen entspannt durch einen wald, von einer lauen brise
erfrischt. keine körperlichen schmerzen, keinen hunger
oder durst. das etappenziel war auch schon in erreichbarer
nähe. meinte meine mami zu mir: irgendwas fehlt. alles ist
gut, und ich bin doch unzufrieden. ich hab keine lust mehr,
das ist langweilig.
sobald eine phase der saturiertheit erreicht ist, fehlt die
motivation sich zu bewegen, man stagniert und wird bequem
3. „jeder muss sein eigenes Tempo finden“
es gibt zwei arten von läufern: die sprinter und die ausdauernden.
erstere rennen los, sind dann total erschöpft und müssen pause
machen, während die ausdauernden sie wieder einholen. am ende
erreichen die meisten das ziel trotzdem etwa gleichzeitig.
es ist sehr wichtig, seinen eigenen rhythmus zu finden, lernen,
auf sich selbst zu hören und seine individuellen grenzen aus-
testen. sich dabei von anderen beeinflussen zu lassen, kann
schwerwiegende folgen haben, z.b. Überforderung, und dann
kann man gar nicht weiter.
genau so ist dies für mich auch ins krishna-bewusstsein übertragbar,
denn jemanden künstlich zu etwas zu „zwingen“ ist nicht zielführend. jeder muss seinen eigenen weg finden, und dabei können die anderen nur orientierungshilfe sein. dies ist vergleichbar hiermit:
der gesamte jakobsweg ist mit gelben pfeilen markiert, manchmal groß und leuchtend, manchmal klein, versteckt und verwaschen. an kritischen stellen wird man dennoch immer geleitet. und falls man mal einen verpasst, muss man entbehrungsreiche umwege auf sich
nehmen, um wieder zurück zu finden. dann merkt man, wie wichtig diese
pfeile sind.
devotees sind wie diese pfeile. sie weisen uns den weg zum
ziel und sind dann da, wenn man sie braucht.
ich hoffe, nicht all zu viel deiner kostbaren zeit mit der darstellung meiner kindlichen entdeckungen geraubt zu haben ...
wenn du noch etwas darüber loswerden
möchtest, würde ich mich sehr freuen.
alles liebe und bis bald,
dd
lydia"
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